• Joan Hinterauer

Mindset-Transformation: Der Code ist entschlüsselt.

Im letzten Beitrag der Blogreihe rund um den Handelsblatt Artikel (Warum immer mehr Chefs ihre Mitarbeiter entscheiden lassen) schrieb ich über die Bedingungen, wann eine Bottom-up Transformation erfolgreich sein kann. Und warum Intrapreneurship nicht einfach mal soeben entsteht und funktioniert. Meine Erfahrung ist, dass Bottom-up nur unter existenzbedrohenden Voraussetzungen eine echte Chance hat. Immer wieder kommen Unternehmer* verwundert auf mich zu: "Warum engagieren sich meine Mitarbeiter trotz Freiheiten nicht stärker?" Wie Sie diese Verantwortungsübernahme erreichen und auch einfordern können, lesen Sie am besten selbst: Warum Bottom-up und Intrapreneurship nicht einfach funktionieren.


Der letzte Artikel endete unter anderem mit den Denkwerkzeugen von Gebhard Borck. Sie sind der Schlüssel in (agilen) Transformationen. Anstatt sich mit Frameworks und Konzepten wie Holacracy, Sociocracy oder Scrum kulturelle Konflikte in die Firma zu holen, helfen die Denkwerkzeuge bei der Ausbildung eines soliden Fundamentes.

Anders als die eben genannten Konzepte, die auf eine Wiederholbarkeit mit klarem Ausgang abzielen (was in einer komplexen Welt ein Widerspruch in sich ist), setzt er mit seinen Entwicklungen eine Ebene tiefer an – bei grundlegenden Denkmodellen. Sie sind die Ausgangsbasis im Dreiklang der Denkwerkzeuge (ergänzt durch die Firmen-DNA und das Entscheidungs-Design zusammengefasst in der Betriebs-Katalyse). Die Denkmodelle (Mindset) formen unser Weltbild. Unsere Haltung leitet sich daraus ab.



Ein konkretes Beispiel für ein grundlegendes Denkmodell ist die Aufklärung und die damit verbundene Überzeugung Menschen sind mündig.

Sie setzt etwa den Rahmen weit genug, dass sich die Firmen selbst darin finden können. Dies geht Holacracy, Sociocracy oder Scrum ab. Bei Borck wären alle drei auf der Konzeptebene angesiedelt und damit eine Ebene zu hoch, um systematisch den passenden Weg für die Firma zu entscheiden. So gesehen gleicht es einem Glücksspiel, eine Transformation rein auf der Basis von Konzepten & Methoden erfolgreich zu gestalten. Die Anwendung der Denkwerkzeuge von Gebhard Borck erlernen Sie im Aktivistencamp für Neue Arbeit.

Ich erkannte, wie wichtig es ist, anstatt “der einen richtigen Lösung für alle” eine individuell stimmige Lösung für jede Firma zu finden. Also kein One-Size-Fits-All, wie es Waldemar Zeiler im Handelsblatt-Artikel andeutet.

Wichtig: Bei den Meetings ist ein Coach für gewaltfreie Kommunikation dabei. „Jeder muss ja viel von sich preisgeben. Das ist wie eine Mini-Psychotherapie“, berichtet der Einhorn-Chef.

Erkennen Sie die Denkfalle? Die Gewaltfreie Kommunikation (kurz GfK), die ich sehr schätze, ist ein Konzept, dass zu den Menschen eines Unternehmens passen kann – oder eben auch nicht. Viel wichtiger sind die grundlegenden Fragen dahinter: Wie sehen wir den Menschen? Welches Bild haben wir von ihm? Deswegen rate ich meinen Kunden an der Stelle, sich mit den grundlegenden Denkmodellen auseinanderzusetzen. Die GfK kann diese Denkmodelle unterstützen. Doch ein Denkmodell (vgl. Mindset) mit der GfK erzeugen zu wollen ist wieder Glücksspiel - das hatten wir ja schon.


Bleibt die Frage, ob der konsequente Verzicht auf formale Hierarchie zwangsläufig kommen muss? Ob sich überhaupt alle Menschen darin zurechtfinden? Auch hierzu gab es eine Aussage beim Handelsblatt:

Doch nicht jeder kommt mit der neuen Firmenkultur klar. „Wir hatten zwei Vertriebler, denen individuelle Boni wichtig waren. Die wurden nicht glücklich bei uns.“ So ging man getrennte Wege. So Waldemar Zeiler.

Hier stelle ich mir die Frage: Lag das an den Menschen oder der Praxis der Anreizung? In meiner Arbeit erfuhr ich, dass individuelle, wie Team-Boni Gift für die Zusammenarbeit von Teams sind. Warum das so ist und welche einfachen Wege es gibt um das Engagement der Mitarbeiter wachsen und gedeihen zu lassen, lesen Sie in meinem nächsten Beitrag. Ich verrate Ihnen schon so viel: Es hat mit Sinn in der Arbeit zu tun.


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Joan Hinterauer




Das Aktivistencamp ist ein Angebot an Menschen, die in Ihrer eigenen Firma oder bei Ihren Kunden die Transformation zu neuen Führungs- und Zusammenarbeitsmodellen vorantreiben. Im Fokus steht dabei die Umsetzung einer Betriebswirtschaft mit Menschen und die Entwicklung der eigenen individuellen DNA Ihrer Firma (bzw. die Ihrer Kunden) - Als Ausgangsbasis für eine gezielte zukunftsfähige strategische Ausrichtung. Sie haben im Aktivistencamp die exklusive Möglichkeit 3 Tage mit Wirtschaftsvordenker und Bestsellerautor Gebhard Borck zu verbringen. Er experimentiert nicht mehr, er hat bewiesen, dass es geht (siehe Buch "Chef sein? Lieber was bewegen!" : Buch kaufen). Mit seinen Denkwerkzeugen bringt er Sie in die Lage die Zukunft Ihrer Firma oder die Ihrer Kunden gezielt zu entwickeln. Sie müssen sich nicht länger auf den Zufall oder auf die Ratschläge von Buzzword-Beratern & Kollegen verlassen. Dabei unterstützt wird er von Joan Hinterauer, der seinerseits den inspirierenden Rahmen zum Wissensaustausch sicherstellt. Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Aktivistencamp: www.aktivistencamp.de Darüber hinaus bieten wir exklusiv für Unternehmer/innen die Perspektivreise an. Ein 5-tägiges Intensivformat, indem Sie sich in Ihre eigene Klarheit begeben hinsichtlich der Zukunft Ihrer Firma. Mehr dazu finden Sie unter: www.perspektivreise.de



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© 2017 - 2019 von Joan Hinterauer, Salzburg (AT) & Gebhard Borck, Pforzheim (DE)

        

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte via loslegen(at)aktivistencamp.de

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